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Chinakrise und die Auswirkungen auf Ihr Vermögen

15.01.2016

Das Jahr begann spektakulär mit der Info zum schlechten chinesischen Aktienmarkt, der zum Jahresauftakt regelrecht einbrach. Dabei ist die Situation nicht neu. Im letzten Sommer kam es bereits zu Kursschwankungen und schaut man sich die Prognosen an, werden wir auch zukünftig damit konfrontiert. China steht vor einem Umwandlungsprozess- die Industrie und der Export weichen einer modernen Dienstleistungswirtschaft. Die einstige Werkbank der Welt kann ihren Bürgern durch die Beibehaltung der reinen Billigproduktion keinen adäquaten Anteil vom Kuchen des Wohlstandes abgeben, daher ist die Kursänderung der chinesischen Führung nachvollziehbar. Hier muss man abwarten und weitere Rückschläge und Verwerfungen durch China erwarten, da diese Transformation nicht reibungslos und schnell geschehen wird. Was bedeutet diese Erkenntnis aber nun für Anleger und Sie als unsere Mandanten?

Man muss die Effekte und Wechselwirkungen betrachten. Die Ausschläge in China haben vor allem daher die Kurse an anderen Börsen unter Druck gesetzt, da man durch den Rückgang der Nachfrage in China eine Abkühlung der Weltwirtschaft befürchtet. Ist dieses Szenario der „Krisen- und Schwarzseher“ noch recht weit hergeholt, so kann man andere Effekte direkt herleiten. Der DAX beispielsweise war deswegen so „chinaempfindlich“, da unsere großen Auto- und Maschinenbauer sehr stark in China engagiert sind und deren Gewicht im DAX einen starken Anteil hat. So musste sich der optimistische DAX Investor plötzlich durch ein Beben am anderen Ende der Welt mit sinkenden Kursen seiner sicher geglaubten Investments konfrontiert sehen. Dies gilt im Übrigen auch für die ETF Investments, die momentan sehr in Mode sind und die ich immer mit einer Warnung bei meinen Mandanten versehen habe.
‚Besser wieder raus‘ werden sich nun viele Anleger denken aber dies wäre falsch und übertrieben, da sich hier auch Chancen bieten und steigende Schwankungen nicht immer schlecht sein müssen.

Anleger befinden sich daher schon seit längerem in der Zwickmühle. Die EZB hat für ein Nullzinsumfeld gesorgt, welches eine Fondsmischung unumgänglich macht. Allerdings können hier wegen der Turbulenzen an den Märkten auch einige Positionen ein erhöhtes Risiko darstellen.
Vor dem Hintergrund der derzeit dominierenden Chinakrise und der unklaren weiteren Entwicklung sollten Anleger dementsprechend nicht in klassische Investments mit vollem Kursrisiko investieren, sondern eher auf defensive Werte mit dem gleichen Renditepotenzial bei deutlich geringerem Risiko setzen. Unumgänglich dafür ist eine breite Diversifikation in unterschiedliche Anlageklassen neben Aktien und ein aktives Management, um Chancen zu nutzen und Risiken abzusichern.
In unserer Vermögensverwaltung mit unseren 3 Strategiedepots haben wir genau dies bereits berücksichtig und wenden die Portfoliotheorie von Markowitz daher konsequent für unsere Mandanten an, um eben eine breite Streuung der Anlagen zu erreichen. Folgende Renditen haben unsere Portfolios in den 3 Monatszeiträumen trotz der Einschläge verzeichnet:
Defensives Portfolio: + 1,58%
Ausgewogenes Portfolio: + 4,86%
Offensives Portfolio: + 6,57%
Im Vergleich zum DAX und Eurostoxx eine sehr starke Performance:
DAX: - 2,68%
Eurostoxx: - 6,85%
Im Zeitraum der letzten 12 Monate fällt der Vergleich noch deutlich besser aus:
Defensives Portfolio: + 2,45%
Ausgewogenes Portfolio: + 5,63%
Offensives Portfolio: + 6,87%
Im Vergleich zum DAX und Eurostoxx ebenfalls ein besseres Abschneiden:
DAX: + 1,83%
Eurostoxx: - 0,50 %
Diese Werte und Entwicklungen bestätigen den ersten Stresstest im Zuge des VW Skandals und der daraus resultierten DAX Korrektur und zeigt deutlich, dass sich unser Ansatz und die Strategien als äußerst wettbewerbsfähig beweisen! Natürlich erfreut uns dieses Abschneiden sehr, doch wollen wir bescheiden und wachsam bleiben, um Ihnen auch weiterhin gute Nachrichten in unruhigen Zeiten übermitteln zu können, so wie Sie es von uns erwarten.
Für Rückfragen und weitere Details stehe ich Ihnen wie gewohnt natürlich gerne zur Verfügung und wünsche Ihnen weiterhin einen guten Start ins neue Jahr!
Ihr
Stefan Schumacher