Berufsunfähigkeit

„Die Berufsunfähigkeitsabsicherung gehört zu den wichtigsten und grundlegendsten Eckpfeilern der existenziellen Grundsicherung, doch wird dieses Risiko von vielen deutschen Haushalten stark unterschätzt,“ so beschreibt es Welt-Online. Kaum anders ist die geringe Absicherungsquote von nur 23,7 % in Deutschland zu erklären, obwohl jeder dritte Arbeiter und jeder fünfte Angestellte Jahre vor dem eigentlichen Rentenalter vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheidet.
Ist der “worst case” erst einmal eingetreten und das Einkommen fällt weg, fragen sich viele Bürger, wie sie denn nun ihren Lebensunterhalt, von Dingen wie Altersvorsorge, privaten Ausgaben oder Urlaub ganz zu schweigen, bestreiten sollen. Der Ruf nach „Vater Staat“ wird laut, doch hat sich der Staat für alle ab Jahrgang 1961 aus der gesetzlichen Absicherung verabschiedet und die vergleichsweise komfortable Berufsunfähigkeitsrente durch die mehr als kärgliche Erwerbsminderungsrente ersetzt. Was sich nach einer Grundabsicherung anhört, entpuppt sich im Leistungsfall als Raster ohne Gewinner. Egal, welchen Beruf ein versicherter einmal erlernt oder ausgeübt hat, den Grad seiner Erwerbsminderung bestimmt allein, ob er am Arbeitsmarkt noch irgendwie einsetzbar ist. Nur wer nicht mehr in der Lage ist, auch nur drei Stunden pro Tag irgendeine Tätigkeit auszuüben, erhält den vollen Satz, der allerdings nur 29 % der letzten 12 Durchschnittsbruttolöhne beträgt und nicht einmal eine Grundabsicherung bietet. Versicherte, die noch mindesten sechs Stunden eine beliebige Tätigkeit verrichten können, gehen hingegen ganz leer aus.
„Wer seinen Lebensstandard auch dann halten will, wenn kein Einkommen mehr fließt, der kommt an einer leistungsfähigen privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nicht vorbei,“ so das Fazit einer Studie von Focus-Online. 20-25 Gesellschaften bieten diese Vorsorge als eigenständige Police an – die Beträge weichen um mehr als 100% voneinander ab. Und wer dabei nur auf den Preis sieht, begibt sich unter Umständen in eine trügerische Sicherheit und das böse Erwachen folgt im Leistungsfall. Die allgemeinen Versicherungsbedingungen der Gesellschaften enthalten Klauseln, die im Erstfall zur Falle werden können, so fängt das Übel zumeist schon mit der eigenen vertraglichen Auslegung von Berufsunfähigkeit an. Viele springen erst bei genereller Erwerbsunfähigkeit ein! Eine gute und fundierte Beratung beinhaltet also immer auch den Blick auf das wirkliche Bedarfsprofil des Versicherungsnehmers, denn hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Eine unabhängige Beratung hat für den Verbraucher den Vorteil, dass er sich nicht auf einen einzelnen Anbieter beschränkt, sondern den vollen Marktüberblick bekommt und einzelne Leistungspunkte der Versicherer fachgerecht auf den Prüfstand gestellt werden.