Dienstunfähigkeit

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist eine spezielle Form der Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte. Hier wird die Leistung in der sogenannten Dienstunfähigkeitsklausel beschrieben, welche besagt, dass, falls ein Beamter aus dem Dienst in den Ruhestand versetzt bzw. ein Beamter auf Probe entlassen wird, die Versicherer keine weitere Prüfung auf Dienstunfähigkeit anstellen, sondern die Entscheidung des Dienstherren als richtig anerkennen und die vereinbarte Leistung bzw. Rente erbringen. Unter Umständen besteht hier auch ein Anspruch auf Ruhegehalt. Diesbezüglich gilt es drei verschiedene Gruppen zu unterscheiden: Die erste bezeichnet den Beamten auf Widerruf, der keinen Leistungsanspruch dem Dienstherrn gegenüber besitzt und im Falle der Dienstunfähigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert wird und dort die gleichen Leistungen erhält, die für alle Versicherten gelten. (siehe Erwerbsminderungsrente) Der zweite Status betrifft den Beamten auf Probe, der ebenfalls, wie der Beamte auf Widerruf keinerlei Anspruch auf Ruhegehalt besitzt und dem im Leistungsfall das gleiche Prozedere bevorsteht. Hier gibt es allerdings eine Besonderheit, denn sollte der Fall der Dienstunfähigkeit auf Grund eines Dienstunfalls oder einer Dienstbeeinträchtigung entstehen, steht dem Geschädigten ein Ruhegehalt zu. Die dritte und letzte Gruppe, die es zu berücksichtigen gilt, ist die des Beamten auf Lebenszeit. Hier wird der Geschädigte in den Ruhestand versetzt und erhält Leistungen durch seinen Dienstherrn. Dennoch: Der Kahlschlag bei den sozialen Leistungen durch staatliche und dienstgebende Instanzen ist auch an der Beamtenschaft nicht spurlos vorüber gegangen. Zwar hat man als Beamter auf Lebenszeit Anspruch auf eine Mindestversorgung, die im Gegensatz zur Berufsunfähigkeit deutlich bessere Leistung bietet, doch trotz dieses verbesserten Leistungsanspruchs, bleibt am Ende des Tages eine deutlich spürbare Versorgungslücke, die durch eine private Absicherung ausgeglichen werden sollte, damit man sein Einkommen auf einem gleichmäßigen Niveau halten kann. Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern schlagen sich nicht nur im Preis nieder, auch wenn im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung die Auswahl der Anbieter stark eingeschränkt ist. Davon sind es nur noch 10 Gesellschaften, die eine echte Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) anbieten. Mit unvollständigen oder unechten DU-Klauseln werden die Leistungszusagen eingeschränkt, der Großteil der Policen verzichtet sogar ganz auf eine Dienstunfähigkeitsregelung. Das bedeutet, dass es im Leistungsfall dazu führen kann, dass der Beamte zwar dienstunfähig ist, der Versicherer aber zu dem Ergebnis kommt, dass kein Leistungsfall vorliegt, da die Kriterien der Berufsunfähigkeit nicht erfüllt sind. Um diesen schwierigen Bereich überblicken zu können, empfiehlt Schumacher Finanzen & Consulting, sich nicht auf einen einzigen Anbieter zu konzentrieren, sondern die Präsenz verschiedener Anbieter zu nutzen und im Leistungsvergleich, das für den Beamten beste Paket mit dem passenden Versicherungsschutz herauszufiltern.