Erben & Schenken

Der natürliche Feind des Einkommens ist der Fiskus. Schlägt er schon bei der monatlichen Auszahlung progressiv zu, so versucht er es noch einmal, wenn dieses – in Vermögen umgewandelt – in Schenkung oder Vererbung überführt werden soll. Und obwohl die diesbezüglichen Freibeträge parallel gestiegen sind, sind es auch die staatlichen Einnahmen bei der Vererbungs- und Schenkungssteuer, die sich seit Anfang der 90er Jahre verdreifacht haben. Ein individuell ausgearbeitetes Schenkungs- und Vererbungskonzept mit einer klaren Steuervermeidungsstartegie gehört zu den wichtigen Vorsorgemaßnahmen auch bei der privaten Finanzplanung. Dabei rücken die gestiegenen Freibeträge in den Blickwinkel möglicher Konzepte. Ehepartner haben Freibeträge je bis zu einer halben Millionen Euro, Eltern können ihren Kindern innerhalb von zehn Jahren 400.000 Euro zukommen lassen, ohne dass Abgaben an den Fiskus fällig werden. Schwester, Bruder , deren Kinder müssen Steuern zahlen, wenn sie innerhalb von zehn Jahren mehr als 20.000 Euro bekommen. Um die Freibeträge mehrfach zu nutzen, kann der frühe Abschluss einer Lebensversicherung sinnvoll sein, denn bei geschickter Vertragskonstruktion kann man als Beitragszahler beispielsweise sein Kind als Policeninhaber des Vertrages 400.000 Euro pro Jahrzehnt zukommen lassen, sich selbst aber unwiderruflich als ersten Bezugsberechtigten des Vertrages einsetzen, so dass ein pränataler Vermögensabfluss verhindert werden kann.
Schumacher Finanzen & Consulting weiß jedoch aus der täglichen Praxis, dass kaum etwas mehr tabuisiert wird als das eigene Vermögen und der eigene Tod. Geht es also um die Vermögensübertragung potenziert sich die Tabuwirkung beider Themen entsprechend. So ist es zu erklären, dass derzeit nur etwa 30% aller Erbfälle durch Testament oder Erbvertrag geregelt sind. Schlechte Nachfolgeregelungen lassen dann nicht selten handlungsunfähige und streitbehaftete Erbengemeinschaften entstehen. Man entscheidet also letzlich auch, wenn man nicht entscheidet, meistens zugunsten Dritter wie dem Staat, dem zusätzliche Steuern gewährt werden. Das gilt im übrigen auch bei den meisten testamentarischen Lösungen, denn der größte Teil der Bevölkerung ist hier “schlecht beraten” und errichtet ein Berliner Testament, das dem überlebenden Ehegatten nach dem Tod des erstversterbenden Partners endgültig die weitere Testierfreiheit nimmt und damit auch den Fiskus zum lachenden Dritten macht.
Erben und Vererben ist also in jedem Fall emotional behaftet und kann nicht ausschließlich objektiv betrachtet werden, es sei denn von außenstehenden Kompetenzträgern, die wie Schumacher Finanzen & Consulting mit Erfahrung, Kompetenz und Kreativität sowie einem Netzwerk von steuerberatenden und juristisch geschulten Mitspielern ein effektives, mediatives Prozeßmanagement leisten können.