Erwerbsminderungsrenten

Im Gegensatz zu der Berufsunfähigkeit im Versicherungsbereich spielen bei der Erwerbsunfähigkeit der bislang ausgeübte Beruf und das bisher erzielte Erwerbseinkommen keine Rolle. Dabei kann dieser dauerhafte Verlust der Arbeitskraft verschiedene Ursachen haben, die sich von Krankheit über Körperverletzung und Unfälle bis zu Kräfteverfall erstrecken können. Wichtig ist, dass dieser Verlust der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich von einem Arzt bescheinigt werden muss. Im Falle einer Erwerbsunfähigkeit erhält der Kunde von der Versicherung bis zu 40% des früheren Bruttoeinkommens monatlich ausbezahlt.
Insgesamt stellt diese Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) die niedrigste Form der Einkommensabsicherung dar, und leistet erst dann Ausgleich, wenn der Versicherte jedwede Tätigkeit voraussichtlich dauernd (bei guten EU-Anbietern voraussichtlich 6 Monate) nur noch im geringfügigen Umfang (meist 2, bei einigen Anbietern 3 Stunden am Tag) nachkommen kann. Sie bietet damit einen geringeren bzw. später einsetzenden Schutz im Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und sollte insofern auch nachrangiger betrachtet werden. Auf Grund von Vorerkrankungen, die nicht selten mit der Nichtversicherbarkeit im BU-Bereich einher gehen, ist die im übrigen sehr viel billigere Erwerbsunfähigkeitsversicherung einen zweiten Blick wert, denn ohne zusätzliche Absicherung als Ergänzung zum staatlichen Netz steht man im “worst case” vor einem Scherbenhaufen. Das setzt voraus, dass die EU-Versicherung tatsächlich einfacher zu bekommen ist, eine Behauptung, die der täglichen Praxis von Schumacher Finanzen & Consulting leider nur äußerst selten entspricht. Nach Prüfung des jeweiligen Gesundheitszustandes durch die Anbieter hat sich in den meisten Praxisbeispielen nur selten herausgestellt, dass nur eine EU, aber keine BU möglich ist. Wurde die BU-Versicherung abgelehnt, galt diese meist auch für die EU-Versicherung, was sich jedoch aufgrund der jüngsten Entwicklungen etwas zu relativieren scheint. Neue Erwerbsunfähigkeitsversicherungen verzichten inzwischen auf eine ausführliche Gesundheitsprüfung, der Kunde muss lediglich wenige Risikofragen beantworten. In Zeiten, in denen davon auszugehen ist, dass von den heute 20-jährigen nur jeder Zweite bis zum Rentenbeginn gesundheitlich uneingeschränkt arbeiten können wird, empfiehlt Schumacher Finanzen & Consulting dringend sich im besten Fall gegen Berufsunfähigkeit, falls das nicht möglich sein sollte, zumindest den Versicherungsschutz gegen Erwerbsunfähigkeit anzustreben.