Headline Unfall

Entgegen der statistisch hohen Zahl der privaten Unfälle ist die statische Wahrscheinlichkeit, eine Invalidität durch einen Unfall zu erleiden, vergleichsweise gering. Der weitaus überwiegende Teil der Fälle von Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, zirka 90%, wird durch Krankheit verursacht. Aus diesem Grund deckt die Berufsunfähigkeitsversicherung die Risiken des Kunden deutlich zielgenauer ab als die Unfallversicherung. Demgegenüber zahlt jedoch eine Unfallversicherung auch schon bei einem Schaden, der keine Berufsunfähigkeit nach sich zieht und ist in der Regel wesentlich günstiger. Was als Unfall im Sinne der Versicherungsbedingungen bewertet wird, regelt eine allen Unfallversicherungen zugrunde liegende Formulierung: “Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.” Wenn in einem solchen Fall die “dauerhafte (Ärzteprognose: länger als 3 Jahre) Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit” eintreten sollte, dann greift die wichtigste Versicherungsleistung, die in einer Einmalzahlung, der sogenannten Invaliditätsleistung liegt. Grundlage für die Bemessung des Invaliditätsgrades und damit der Höhe der Auszahlungssumme ist die sogenannte “Gliedertaxe”, ein zugegeben etwas makabres Tabellenwerk, dass zahlreiche Unfallfolgen prozentual bewertet. Auch für die Unfallversicherungen gilt jedoch, Gemeinsamkeiten sind rar und der Unterschied bestimmt die Policen hinsichtlich Progression bei der Versicherungssumme, Mehrleistungstarife, Sonderleistungen, Verrentungsmöglichkeiten, Mitversicherung des Todesfalls oder Beitragsrückgewähr, sodass hier großer Beratungsbedarf besteht, dem erfahrene Versicherungsmakler wie Schumacher Finanzen & Consulting individuell zugeschnitten entgegentreten. Grundsätzlich gilt zwar, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einkommensersetzenden Regelzahlungen die beste Einkommensabsicherung darstellt, dennoch kann eine zusätzliche Unfallversicherung sinnvoll sein, um beispielsweise per hoher Einmalzahlung seine Wohnung behindertengerecht umzuwandeln. Welche Versicherungen also letztlich sinnvoll sind, lässt sich nur durch eine individuelle Bedarfsanalyse im Einzelfall entscheiden.