Offene Investmentfonds

Investmentfonds ermöglichen es dem Anlieger, schon mit einem verhältnismäßig geringen Kapitaleinsatz ein breit gestreutes Wertpapierdepot aufzubauen. Eine Unterform der Investmentfonds ist in den offenen Fonds zu finden. Diese werden auch von Kreditinstituten als das Anlageprodukt ausgegeben und können täglich zurückgegeben werden. So hat der Kunde die Sicherheit, die bei den geschlossenen fonds nicht gegeben ist, wenn es zu plötzlichen Schwankungen an der Börse kommt, die eine andere Anlagestrategie vorsehen, als gerade genutzt wird. Darüber hinaus unterliegen die offenen Fonds der Bundesaufsicht und müssen die Grundsätze der Risikomischung beachten, das heißt das Fondsvermögen muss nach fetsgelegten Anlageprinzipien beispielsweise in Aktien, festverzinslichten Papieren, am Geldmarkt oder in Immobilien angelegt werden. Der Fondsvermögen wird verwaltet durch ein professionelles Management und ist nach deutschem recht Sondervermögen, das heißt die Anlagen müssen strikt getrennt von dem Vermögen der Gesellschaften gehalten werden, was den Erhalt auch bei möglicher Insolvenz der Kapitalgesellschaft garantiert.
Einzelne Investmentfonds, das muss der Anleger wissen, sind lediglich Bausteine für ein Wertpapierdepot. Für eine erfolgreiche Fondsanlage sind seine individuellen Anlageziele der alleinige Maßstab. Diese Ziele sind nur durch die richtige Kombination mehrerer und sorgfältig aufeinander abgestimmter Fonds zu erreichen! Ob in Aktienfonds, Immobilienfonds, Rentenfonds, Geldmarktfonds, Branchen- und Themenfonds sowie Dach- und Hedgefonds, es gibt tausende verschiedene Ausprägungen, Branchen und Wirtschaftsräume oder Anlageklassen. In einem Feld, in dem es fast nichts gibt, was es nicht gibt und indem es für nahezu jeden Anleger möglich ist, Alternativen zu herkömmlichen, schlecht verzinsten Anlageformen zu finden, da ist kompetenter Sachverstand gefragt, der die Geldanlage beratend begleitet und der den Anleger vor einem “Glücksspiel” bewahrt. Um hier Beratungsfehler wie sie in den letzten Jahren bei großen Investmentbanken hinreichend bekannt wurden zu vermeiden, ist es sehr wichtig genau zu klären wofür das Investment sein soll und wo sich der Anleger im magischen Dreieck der Kapitalanlage zwischen Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit selbst platziert. Die Kompetenz muss dem Berater gelten, die Macht muss beim Anleger verbleiben! Die aktuelle Entwicklung lehrt uns auch den offenen Fonds weniger “blind” zu trauen wie es offensichtlich der Markt vorher getan hat: Die Finanzkrise hat beliebte Investmentfonds der internationalen Investmentbanken (u.a. “P2 Value” von Morgan Stanley) in die Knie gezwungen, die Katastrophe in Japan geht einen Schritt weiter und läßt scheinbar finanzkrisenresistente hiesige Fonds ins Schlingern geraten. Das Vertrauen in die offenen Fonds ist bei den deutschen Anlegern deutlich gesunken und viele Milliarden sind aus diesem Bereich aufgrund der Verunsicherung abgezogen worden. Kein Wunder, dass inzwischen der deutsche Bundestag ein Anlegerschutzgessetz verabschiedet hat, mit dem ein Beipackzettel für Finanzprodukte eingeführt wird. Das Informationsblatt soll in verständlicher Form auf die Risiken des Wertpapiers hinweisen. Grundsätzlich ist Schumacher Finanzen & Consulting im Sinne des Gesetzes, über das man im Einzelnen streiten kann, davon überzeugt, dass Fonds weniger kurzfristige Spekulationsprodukte als mittel – und langfristig sinnvolle Anlagen sind.