Der jüngste Tresoreinbruch bei der Sparkasse Gelsenkirchen hat eindrücklich gezeigt, welche finanziellen Risiken für Schließfachinhaber bestehen können. Rund 3.100 Schließfächer wurden aufgebrochen, der Schaden könnte laut Ermittlern und Anwälten über 100 Millionen Euro betragen.
Das Problem
Viele Kunden gehen davon aus, dass der Inhalt ihres Schließfachs automatisch vollständig versichert ist. Tatsächlich besteht bei Banken häufig nur eine Grundabsicherung, deren Höhe von Institut zu Institut variiert. Im konkreten Fall lag diese bei lediglich 10.300 Euro pro Schließfach – unabhängig vom tatsächlichen Wert der eingelagerten Gegenstände.
Der Nutzen einer Prüfung
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband empfiehlt daher, den bestehenden Versicherungsschutz dringend zu überprüfen und gegebenenfalls über eine Hausratversicherung oder Zusatzpolicen zu erweitern. Gleichzeitig weisen Verbraucheranwälte darauf hin, dass Banken unter Umständen für den gesamten Schaden haften, wenn sie ihre Sorgfalts- und Obhutspflichten verletzt haben.
Für Mandanten besonders wichtig:
Eine Inventarliste, Fotos sowie Kaufbelege können im Schadensfall entscheidend sein, um Ansprüche durchzusetzen.
Was jetzt zählt
Ob und in welchem Umfang eine Bank haftet, hängt vom Einzelfall ab und wird derzeit noch ermittelt. Betroffene sollten ihre Unterlagen sichern, Fristen beachten und rechtlichen Rat einholen, um mögliche Ansprüche nicht zu verlieren.
💡 Unser Tipp: Lassen Sie Ihren Versicherungsschutz und mögliche Haftungsansprüche professionell prüfen – das kann im Ernstfall über eine vollständige Entschädigung entscheiden.
