Viele Versicherte, die ihre Lebens- oder Rentenversicherung vorzeitig gekündigt haben, könnten zu viel gezahlte Stornoabzüge zurückfordern. Wie aktuelle Gerichtsverfahren und eine Sammelklage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigen, könnten zehntausende Betroffene betroffen sein – mit teilweise tausenden Euro an überzahlten Gebühren.
Das Problem für Versicherte
Wenn Kunden ihre Lebens- oder Rentenversicherung beenden, fallen in der Regel Stornokosten an. Bei der Debeka sind diese laut Verbraucherschützern aber undurchsichtig und intransparent, weil die Berechnung an die Kapitalmarktlage gekoppelt ist. Die Folge: Viele Versicherte sehen erst im Kündigungsfall, wie hoch die Abzüge wirklich ausfallen.
Gerichte und Verbraucherschützer bewerten solche Klauseln zunehmend kritisch. Erste Urteile, etwa vom Oberlandesgericht Koblenz, deuten darauf hin, dass die Abzüge rechtswidrig sein könnten.
Die Sammelklage: Chance auf Rückzahlung
Der vzbv hat deshalb eine Sammelklage (Musterfeststellungsklage) gegen Debeka initiiert. Betroffene Versicherte können sich in ein zentrales Klageregister eintragen lassen – kostenlos und ohne eigenes Prozessrisiko.
Ein großer Vorteil: Solange das Verfahren läuft, verjähren Ansprüche nicht. Das betrifft auch frühere Kündigungen, deren Ansprüche sonst möglicherweise verloren gehen würden.
Was Mandanten jetzt tun sollten
Vertragsprüfung: Prüfen Sie, ob Sie zwischen 2022 und heute eine Lebens- oder Rentenversicherung bei Debeka gekündigt haben.
Anspruch klären: Ermitteln Sie, ob die Stornoabzüge zu hoch waren – oft gehen wir von vierstelligen Beträgen aus.
Teilnahme an der Sammelklage: Wir unterstützen bei der Anmeldung und der Bewertung Ihres Anspruchs.
Fristen beachten: Schnell prüfen lohnt sich, weil sich gesetzliche Verjährungsfristen nähern können.
Fazit: Für viele ehemalige Versicherte der Debeka besteht aktuell die Chance, erhebliche Rückzahlungen zu erhalten. Jetzt aktiv werden lohnt sich – wir stehen Ihnen dabei zur Seite.
